Die Bauchfelldialyse oder auch CAPD (Continuierlich ambulante Peritoneladialyse) erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Nierenzentrum Heidelberg und wird in unserer Praxis durchgeführt.

Von der erforderlichen Implantation des CAPD-Katheters bis zur dauerhaften ambulanten Betreuung profitieren Sie von unserer jahrelangen Erfahrung mit dieser Therapieform.

Bei der Peritonealdialyse wird zur Entgiftung anstelle eines künstlichen Filters das Bauchfell (Peritoneum) zur Blutreinigung benutzt. Dabei wirkt das Bauchfell als natürlicher Filter.
Das Bauchfell (Peritoneum) ist ähnlich gut durchblutet wie die Nieren. Die Oberfläche wird von einer Schicht winziger Zellen gebildet, die netzartig miteinander verbunden sind. Es bildet auf diese Weise einen abgeschlossenen Raum (Peritonealhöhle), in dem sich normalerweise nur eine kleine Menge Flüssigkeit befindet.

Das Bauchfell ist so dünn, dass es für Stoffwechselgifte, Wasser und kleine Eiweißstoffe durchlässig ist, für den Körper notwendige Substanzen und Blutkörperchen jedoch zurückhält. Bei der Peritonealdialyse wirken die Blutgefäßwände des Bauchfells und das Bauchfell selbst als Filter für die Blutreinigung. Normalerweise findet ein Durchtritt von Stoffwechselprodukten aus den Blutgefäßen durch das Bauchfell in die Bauchhöhle nicht statt, da die gesunden Nieren die Giftstoffe im Urin ausscheiden. Wenn die Nierenfunktion nachlässt, sammeln sich die Giftstoffe im Blut an, ihre Konzentration im Blut steigt. Zur Entfernung der Giftstoffe wird bei der Peritonealdialyse eine spezielle Flüssigkeit in die
Bauchhöhle eingelassen. Die Giftstoffe wandern aus den Blutgefäßen des Bauchfells in die sich in der Bauchhöhle befindende Dialyselösung und sammeln sich dort an. Diesen Vorgang nennt man Diffusion. Durch den regelmäßigen Austausch der Dialyselösung wird bei der Peritonealdialyse die Blutreinigung gewährleistet.

Kontinuierliche Ambulante Peritonealdialyse (CAPD)
Seit ca. 1978 wird die CAPD in vielen Ländern der Welt eingesetzt, wenn Patienten ein Blutreinigungsverfahren benötigen. Die CAPD wird vom Patienten selbst durchgeführt. Hierzu müssen Sie einige Handgriffe erlernen und ein kleines „Training“ absolvieren. Das stay•safe®-System ermöglicht den Patienten Tag für Tag eine zuverlässige und einfache CAPD-Behandlung. Anwendungsfehler sind kaum möglich.

CAPD ist die Abkürzung für kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse:
Kontinuierlich: Weil die Entgiftung wie durch die gesunden Nieren ohne Unterbrechung stattfindet.
Ambulant: Weil dieses Nierenersatzverfahren zu Hause und nicht in der Klinik oder in der Praxis des Arztes durchgeführt wird.
Peritoneal-: Weil das Bauchfell (Peritoneum) als natürlicher Filter der Entgiftung des Körpers dient.
Dialyse: Weil das Blut gereinigt wird.